Die Walk-in-Dusche verzichtet auf Tür und Kabine — man geht offen an einer festen Glaswand vorbei hinein. Das wirkt luftig und ist leicht zu reinigen, verlangt aber sorgfältige Planung, damit kein Wasser in den Raum spritzt. Die entscheidenden Punkte: Maße, Glaswand-Position und Ablauf.
Das Prinzip der Walk-in-Dusche
Die Walk-in-Dusche ist eine bodengleiche Dusche ohne Tür. Eine feste Glaswand (Fixteil) schirmt den Hauptspritzbereich ab, während man seitlich offen hineingeht. Der Reiz liegt in der Offenheit — die zugleich die Herausforderung ist: Der offene Zugang darf nicht dort liegen, wo das Wasser hinspritzt.
Die richtigen Maße
Damit kein Wasser in den Raum gelangt, braucht die Dusche ausreichend Länge zwischen Duschkopf und offenem Zugang. Als Orientierung gelten rund 120–140 cm Duschlänge, je nach Anordnung und Art des Duschkopfs. Eine großzügige, breite Regendusche braucht mehr Abstand als ein wandnaher, gerichteter Kopf.
Ist der Raum knapp, hilft eine längere Glaswand, ein zusätzliches kurzes Seitenteil oder ein anders positionierter, gerichteter Duschkopf. Wir prüfen die Maße beim Aufmaß und planen die Dusche spritzsicher.
Position der Glaswand
Die feste Glaswand steht dort, wo das meiste Spritzwasser anfällt — meist gegenüber oder seitlich des Duschkopfs. Sie muss stabil befestigt sein (Boden und/oder Wand) und wird beim rahmenlosen Glas exakt eingemessen. Ihre Länge bestimmt maßgeblich, wie trocken der Rest des Bades bleibt.
Boden, Gefälle und Ablauf
Wie jede bodengleiche Dusche braucht die Walk-in-Dusche ein präzises Gefälle, eine Verbundabdichtung und den passenden Ablauf. Eine wandseitige Duschrinne erlaubt großformatige Bodenfliesen mit einseitigem Gefälle und passt gut zur offenen, ruhigen Optik. Der rutschhemmende Boden rundet die Sicherheit ab. All das planen und führen wir als Ganzes aus.