Eine frostsicher verlegte Naturstein-Terrasse hält den Winter gut aus — solange man sie richtig behandelt. Der größte, überraschend häufige Fehler ist der Griff zum Streusalz. Wie Sie richtig räumen, Flecken vorbeugen und die Terrasse im Frühjahr wieder auf Vordermann bringen.
Der größte Fehler: Streusalz
Streusalz ist für Naturstein problematisch: Es kann in den Stein und die Fugen eindringen, Ausblühungen und Abplatzungen verursachen und kalkhaltige Steine angreifen. Auch dem Fugenmörtel setzt es zu. Auf einer Naturstein-Terrasse hat Streusalz deshalb nichts verloren.
Statt Salz abstumpfende Mittel wie Sand, Splitt oder Granulat verwenden. Sie sorgen für Grip, ohne Stein und Fugen chemisch anzugreifen — und lassen sich im Frühjahr einfach abkehren.
Richtig räumen
Schnee wird am besten zeitnah mechanisch entfernt, bevor er festtritt und zu Eis wird. Verwenden Sie einen Schneeschieber mit weicher (Kunststoff-/Gummi-) Kante, um die Oberfläche nicht zu zerkratzen — besonders bei polierten Steinen. Bei Eis hilft abstumpfendes Granulat statt Salz.
Flecken und Frost vorbeugen
Zwei Dinge helfen, gut durch den Winter zu kommen:
- Imprägnierung: Ein intakter Imprägnierschutz verlangsamt das Eindringen von Wasser und verringert so das Risiko von Frost- und Fleckenschäden. Am besten im Herbst prüfen.
- Entwässerung: Gefälle und Abläufe frei halten, damit sich kein Wasser staut, das gefrieren und Schäden verursachen kann.
Die Frühjahrspflege
Im Frühjahr wird die Terrasse gründlich gereinigt: abstumpfendes Streugut abkehren, Schmutz und Grünbelag mit pH-neutralem Steinreiniger und weicher Bürste entfernen. Hochdruckreiniger nur vorsichtig und mit Abstand einsetzen, da sie Fugen auswaschen und weiche Steine aufrauen können. Bei nachlassender Wasserabweisung ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Imprägnierung aufzufrischen.