Bei einer bodengleichen Dusche gibt es keine Duschtasse, die das Wasser führt — das übernimmt das eingebaute Gefälle im Boden. Es muss stark genug sein, damit Wasser sicher zum Ablauf fließt, und so ausgeführt, dass die gewählte Fliese sauber verlegt werden kann. Hier die Zusammenhänge zwischen Gefälle, Ablauf und Format.
Warum das Gefälle entscheidend ist
Das Gefälle ist die Neigung des Duschbodens zum Ablauf hin. Ist es zu gering, bleibt Wasser stehen (Pfützen), was unhygienisch ist und Kalk- sowie Schimmelbildung fördert. Ist es unsauber ausgeführt, wirkt der Boden schief. Das Gefälle wird im Untergrund modelliert, bevor gefliest wird — und exakt auf den Ablauf ausgerichtet.
Punktablauf: Gefälle von vier Seiten
Beim klassischen Punktablauf sitzt der Ablauf (meist mittig oder in einer Ecke) und der Boden fällt von allen Seiten dorthin ab. Das erzeugt viele diagonale Gefälleschnitte in der Fläche — mit großen Fliesen kaum sauber machbar. Deshalb wird der Punktablauf meist mit kleineren Formaten oder Mosaik kombiniert, die sich dem Gefälle anpassen.
Duschrinne: einseitiges Gefälle
Eine Duschrinne (Linienablauf) liegt meist an der Wand. Der Boden fällt dann nur in eine Richtung — ein einziges, gleichmäßiges Gefälle. Das erlaubt großformatige Bodenfliesen, weil keine diagonalen Schnitte nötig sind, und wirkt besonders ruhig.
Wer große Bodenfliesen in der Dusche möchte, wählt fast immer die Duschrinne. Für Mosaik oder kleine Formate ist der Punktablauf unkompliziert. Ablauf und Fliesenformat müssen zusammen geplant werden.
Gefälle, Ablauf und Abdichtung zusammen
Gefälle, Ablauftyp, Fliesenformat und Abdichtung sind untrennbar. Unter dem Gefälle liegt die Verbundabdichtung mit dichtem Anschluss an den Ablauf; darauf die Fliese. Wir planen diese Punkte gemeinsam, damit die Dusche am Ende schön aussieht, das Wasser sicher abläuft und dauerhaft dicht bleibt. Die normgerechte, barrierefreie Ausführung beschreiben wir auf der Leistungsseite.