Der Fliesenspiegel zwischen Arbeitsplatte und Oberschränken ist oft das Erste, was an einer Küche veraltet. Ihn zu entfernen ist machbar, aber nicht ohne Tücken — vor allem die darunterliegende Wand leidet leicht. Wir erklären das Vorgehen und worauf es für die neue Rückwand ankommt.
Vorbereitung: schützen und abdecken
Vor dem Abschlagen wird alles geschützt: Arbeitsplatte, Kochfeld, Spüle und Möbel großflächig abdecken, Steckdosen im Arbeitsbereich stromlos schalten und abkleben. Der Fliesenspiegel sitzt direkt über der Arbeitsplatte — herabfallende Scherben und Staub würden sie sonst zerkratzen.
Fliesenspiegel abschlagen
Die Fliesen werden mit Meißel und Hammer oder einem Bohrhammer mit Flachmeißel von der Wand gelöst. Man beginnt an einer Kante oder einer bereits gelösten Fliese und arbeitet sich flächig vor.
Hinter dem Fliesenspiegel verlaufen oft Strom- und Wasserleitungen zu Steckdosen und Spüle. Beim Abschlagen kontrolliert und nicht zu tief arbeiten — im Zweifel den Leitungsverlauf vorher prüfen.
Die Wand danach richten
Nach dem Abschlagen ist die Wand selten glatt: Putz bricht mit aus, Kleberreste bleiben haften, es entstehen Löcher und Unebenheiten. Bevor eine neue Rückwand kommt, muss der Untergrund gereinigt, ausgebessert und geebnet werden.
Je nach Zustand bedeutet das Kleberreste abschlagen, Löcher verfüllen, spachteln und grundieren. Erst ein ebener, tragfähiger Untergrund ermöglicht eine saubere neue Rückwand.
Die neue Rückwand
Jetzt ist der Moment, die Rückwand neu zu denken: klassische Metrofliesen, eine fugenarme Großformatplatte, Naturstein oder eine andere Lösung. Wir entfernen den alten Spiegel sauber, richten den Untergrund fachgerecht und verlegen die neue Rückwand — mit präzisen Ausschnitten für Steckdosen und sauberem Anschluss an Platte und Schränke.